Wie entscheidend ist der Sex für eine glückliche Partnerschaft?

Wie entscheidend ist der Sex für eine glückliche Partnerschaft?

Verliebt, verlobt ... Flaute im Bett? Laut Experten haben Paare während der anfänglichen Verliebtheitsphase von sechs bis zwölf Monaten am häufigsten Sex. Während frisch Verliebte sich quasi nur zwischen Schlafzimmer und Kühlschrank bewegen, nimmt die Häufigkeit des Geschlechtsverkehrs mit zunehmenden Beziehungsjahren immer weiter ab. Dabei ist regelmäßiger, guter Sex nicht nur ein Bedürfnis einzelner Partner, sondern er ist auch entscheidend für die Lebensdauer der Beziehung selbst.

Leben in der Beziehung: Der Sexualtrieb verändert sich

Obgleich die Häufigkeit des Geschlechtsaktes sich bei den meisten Paaren nach ein bis zwei Jahren bei durchschnittlich einem Stelldichein pro Woche einpendelt, geben die meisten sogenannten "Langzeit-Paare" an, mit ihrem Sexualleben sehr zufrieden zu sein. Laut der amerikanischen Sozialforscherin Terri L. Orbuch hängt dies damit zusammen, daß sich im Laufe einer Beziehung auf beiden Seiten die Prioritäten verändern und Faktoren wie das harmonische Miteinander und eine reibungslose Kommunikation dadurch mit der Zeit einen höheren Stellenwert gewinnen als die Sexualität.

Mit anderen Worten: Je "sicherer" einem die eigene Beziehung erscheint, desto mehr nimmt das Bedürfnis ab, sich der Liebe des Partners oder der Partnerin auch körperlich zu versichern. Diese Entwicklung ist laut des amerikanischen Fachblattes "Journal of Sex & Marital Therapy" bei den Frauen in der Regel stärker ausgeprägt als bei den Männern, da viele Frauen in Langzeitbeziehungen einen deutlichen Libidoverlust erleiden. (Quelle: www.cosmopolitan.de/studie-zum-sexleben/) Diese Entwicklung wird durch die Hormonschwankungen während Schwangerschaften und Geburten noch begünstigt.

Selbstwahrnehmung vs. Wißenschaft: Tiefere Bindung durch Sex

Intereßanterweise stimmt die Selbstwahrnehmung vieler Langzeit-Paare, die in einer sexuellen Flaute keine ernsthafte Gefahr für ihre Beziehung sehen, nicht mit den diesbezüglichen wißenschaftlichen Erkenntnißen überein. Daß sexuelle Disharmonie ein Anzeichen für grundsätzliche Schwierigkeiten in der Partnerschaft ist, gilt unter Paartherapeuten als Konsens. Mittlerweile ist jedoch wißenschaftlich belegt, daß nachlaßende sexuelle Aktivität in der Beziehung auf die Dauer auch einen Bindungsverlust bewirkt. Denn statisch gesehen, trennen sich Paare, die ein befriedigendes und lebendiges Sexleben haben, seltener, so Eric Hegemann (Parship-Psychologe und Buch-Autor) www.singleboersencheck.at.

Durch die körperliche Nähe, die im Geschlechtsakt am intensivsten erfahren werden kann, wird im Körper das Hormon "Oxytocin" freigesetzt. Dieses Hormon ist dafür verantwortlich, daß ein Mensch sich an einen anderen Menschen bindet. Mit anderen Worten: Häufiger Sex intensiviert die emotionale Bindung an Ihren Partner oder Ihrer Partnerin. Dies ist gerade für Paare wichtig, die die Verliebtheitsphase bereits hinter sich haben, da nur in dieser anfänglichen Phase auch das Glückshormon "Dopamin" ausgeschüttet wird.

Altes Feuer neu entfachen: Ehrlichkeit und sexuelle Neugierde siegen

Nimmt die Bindung an den Partner/der Partnerin ab, entwickelt sich das Ganze sehr schnell zum Teufelskreis, da mit nachlaßendem Näheempfinden auch die sexuelle Lust nachläßt. Es ist daher ratsam, lieber zu früh als zu spät mit dem Partner zu sprechen. Dies sollte allerdings nicht in Form des allseits gefürchteten "Beziehungsgesprächs" stattfinden, da hierdurch nur zusätzlicher Druck aufgebaut wird. Sinnvoller ist es, gemeinsam und ehrlich über die sexuellen Bedürfniße in der Partnerschaft zu sprechen und dabei auch geheime Wünsche oder Phantasien zu offenbaren, die Sie bisher vielleicht verschwiegen haben. Die Lösung muß ja nicht immer gleich eine Nachstellung aus den "Fifty Shades of Grey" sein - tasten Sie sich ganz behutsam an dieses Neuland heran und überlegen Sie sich, was Ihrem Partner oder Ihrer Partnerin Freude bereiten könnte.

Wichtig ist, daß Sie Neues gemeinsam entdecken. Bringen Sie Abwechslung in Ihren sexuellen Alltag, indem Sie sich selbst in verführerischen Deßous neu erfinden oder gemeinsam ein Sexspielzeug ausprobieren. Eine diskrete Lieferung können Sie beispielsweise beim Erotikversand Lovelysins erwarten. Hier gibt es ein breites Angebot an Spielzeugen, Deßous und Fetisch-Bedarf sowohl für Liebhaber von Sexspielen als auch für alle, die sich erst langsam an die Welt der erotischen Spielweisen herantasten möchten.

Achten Sie darauf, sich ausreichend Zeit zu nehmen. Häufig erfordert es ein wenig Überwindung, die sexuellen Gewohnheiten (und vielleicht auch ein gewißes Schamgefühl) abzulegen und die eigene Sexualität neu zu entdecken. Verabschieden Sie sich auch von dem Gedanken, es ohne Sextoys und ähnliches nicht "geschafft" zu haben: Frischen Wind in Ihr Schlafzimmer bringen zu wollen, ist keinesfalls ein Eingeständnis von Schwäche oder Unvermögen - im Gegenteil: Es zeigt, wie wichtig Ihnen Ihre Beziehung ist.

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